Malediven – das Paradies im Indischen Ozean

Die Republik Malediven (395.650 Einwohner) ist ein Inselstaat (insgesamt 298 Quadratkilometer), eine Inselkette mit 1.196 Inseln und Atollen, an der Südspitze Indiens im Indischen Ozean. In Nord-Süd-Richtung erstreckt sich die Inselkette über 823 Kilometer bis hin zum Äquator. Schon beim Anflug auf die Malediven erkennt man im blauen Wasser des Ozeans die Riffe, Atolle und Inseln, die wie an einer Perlenkette aufgefädelt vor einem liegen.

Während der Landung in Malé (103.693 Einwohner), der Hauptstadt, die eine Insel ist, und zur Hauptinsel Malé gehört, erkennt man schon traumhafte Palmen und weiße Sandstrände. Zur Hauptinsel Malé, wo etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung von Malediven wohnt, gehören noch die Inseln Hulhulé mit dem internationalen Flughafen, Villingili und Hulhumalé, wo durch gezielte Maßnahmen der Landgewinnung (bis zum Jahr 2002) etwa 53.000 Bewohner Platz gefunden haben – weiter Maßnahmen sind stufenweise geplant.

Geschichtliches

Die ersten Siedler von Malediven waren buddhistische Siedler, die aus Südindien und/oder Sri Lanka kamen. Um 100 n. Chr. dienten die Malediven für das Römische Reich als wichtige „strategische“ Zwischenstationen des Seehandels. Ab dem 12. Jahrhundert wehten hier Fahnen mit dem Halbmond, Sultane regierten den Archipel bevor im 16. Jahrhundert die Portugieser versuchten die Inselgruppe unter ihre Macht zu stellen, was dann scheiterte. Die Kolonalisierung der Malediven begann 1640 durch die Niederländer, die dann 1887 das Gebiet durch einen Vertrag an die Briten verloren – seit 1965 ist Malediven unabhängig (Sultanat) – seit 1968 ist es selbständige Republik. Die heutige Staatsform von Malediven ist ein Präsidialrepublik, wo der Präsident (seit 2008, Mohamed Nasheed) Macht über die Armee, die Polizei, Feuerwehr, Küstenwache und Justiz hat. Die Rede- und Meinungsfreiheit, als Grundrecht, ist eingeschränkt. Die Amtssprache ist Dhivehi, wobei auf den Hotelinseln englisch gesprochen wird. Die alleinige Religion auf den Malediven ist der Islam – eine Religionsfreiheit gibt es nicht. Das muslimische Glaubensbekenntnis ist Grundvoraussetzung zur Anerkennung der Staatsbürgerschaft.
Die Hauteinnahmequelle von Malediven ist der Fischfang (Thunfisch, Korallen, Muscheln) der etwa 60% des Exportaufkommens ausmacht und die Fischverarbeitung (Lhaviyani Atoll). Der Tourismus, der sich seit etwa 1972 immer weiter entwickelt hat, hat jedoch der Bevölkerung im Land nicht erwünschten wirtschaftlichen Fortschritt gebracht, da die Hotelanlagen zum größten Teil ausländischen Unternehmern gehören, dennoch fließen 30 Prozent in das Inlandsbruttoprodukt.

Malediven: Die große Vielfalt

Die Malediven – ein Juwel im Indischen Ozean – stehen für einen traumhaften Urlaub, mit tropischem Flair, feinen weißen Sandstränden, blauem, kristallklarem Meer, Sonne, Erholung, Sport und Wellness pur. Die Koralleninseln, von denen man zu atemberaubenden Unterwasserausflügen starten oder den Wellen im Wind trotzen kann. Die Malediven sind das Urlaubsparadies schlechthin – hier erlebt man paradiesischen Luxus und Erholung, so wie man es kaum auf der Welt erlebt.

Von den Inseln werden 87 Inseln, wie z. B. die Hotelinseln Kuramathi, Meerufenfushi (kurz Meeru genannt), Bandos oder Vabbinfaru nur von Urlaubern und Touristen und 220 Inseln (local islands) von Einheimischen Inselbewohnern genutzt. Einheimische (Malediver), Inder, Angestellte aus Sri Lanka und Bangladesch versorgen auf den Hotelinseln die Gäste und dürfen dort nicht wohnen. Die Einheimischen wohnen auf den „local islands“, wo die Touristen keinen Zutritt haben.

Vegetation

Der Sand vor und auf den Inseln besteht aus Korallensand und lässt Kokospalmen, Bananen, Papayas, Brotfruchtbäume gut wachsen, ansonsten ist die Vegetation eher spärlich; die exotischen Pflanzen auf den Touristeninseln werden „eingeflogen“ und künstlich bewässert. Die Riffe schützen die Inseln mit ihren traumhaften Sandstränden und Lagunen vor den starken Monsunstürmen, die in der Zeit von Mai bis Oktober (Südwest-Monsun) oder in der Zeit von November bis April (Nordost-Monsun) stattfinden. Im Juni und Juli gibt es des Öfteren durch den Südwest-Monsun Wind und Niederschläge. Das Klima der Malediven ist tropisch heiß, d. h. die Temperaturen liegen konstant bei etwa 25 bis 30 Grad Celsius – nachts fällt die Temperatur kaum unter 25 Grad Celsius. Die beste Reisezeit für einen Urlaub auf diesem Archipel sind die Monate November bis April.

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